Donnerstag, Jänner 18

Zitatenschatz

Seit ich mich ernsthafter mit Literaturwissenschaft und dem damit verbundenen unökonomischen Stil des Arbeitens befasse (weil die Universitäten dieses Landes einen ja nicht bezahlen, dass man akribischst für sie forscht, man darf es nicht mal gratis, NEIN! Ganz im Gegenteil, die Studiengebühren werden jetzt auch noch hochgeschraubt!*), also seitdem besteht mein Leben nur noch aus Zitaten. Man braucht sich nichts "ab ovo" auszudenken, denn es existiert bereits jedwede Aussage.

Zum Beispiel:
"Und Bibliotheken benutze ich nicht, weil diese auf dem unakzeptablen Prinzip bestehen, dass ausgeborgte Bücher zurückgegeben werden müssen."[1]

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Wörter des Tages:

Rea|dy|made (Kunstwiss. beliebiger, serienmäßig hergestellter Gegenstand, der vom Künstler zum Kunstwerk erhoben wird)
I|di|o|syn|kra|sie (Med. Überempfindlichkeit gegen bestimmte Stoffe u. Reize)
E|x|e|ge|se ([Bibel]erklärung; Wissenschaft von der Bibelauslegung)
hor|ri|bi|le dic|tu (schrecklich zu sagen) Beispiel: unverlangt eingesandtes Manuskript


Schandor: Wie ist es dir als Werbetexter ergangen [...]?
Haas: Furchtbar, ich war vom ersten bis zum letzen Tag deprimiert, und ich habe nie länger als ein Jahr und zwei Wochen - da kann man wieder um Arbeitslose ansuchen - in der Werbeagentur gearbeitet.[2]


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[1] Franz Schuh: "und jetzt so was." In: schreibkraft, Das Feuilletonmagazin, Heft 9, 2003. S. 22.
[2] Wolfgang Schandor: Darüber reden. In: schreibkraft,
Das Feuilletonmagazin, Heft 9, 2003. S. 48.
* und NEIN! Das war kein Gekreische!!!

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