Montag, August 24
Ueberwaeltigte Gruesse aus İstanbul, der womoeglich schoensten Stadt der Welt. Wir werden derzeit von einem hinreissenden tuerkischen Akademiker-Ehepaar beherbergt, das es uns an nichts fehlen laesst, couchsurfing.com sei Dank. Nach dieser Erfahrung kann ich nur jedem raten, sich dort anzumelden. Dieses Erlebnis uebertrifft alles bisherige um Welten.
Donnerstag, August 6
3965 km, 16 Uebernachtungsorte, neun Campingplaetze, 3 Pensionen, 5 Laender spaeter. Sende diesen kurzen Eintrag aus der Geburtsstadt meiner Grossmutter, Hermannstadt in Siebenbuergen, Rumaenien. Und noch ist die Halbzeit nicht um. Euphoriephasen wechseln sich mit latenem Heimweh ab. Erstaunlich, wie sehr ich nach fuenf Wochen begann, Wien und seine Bewohner zu vermissen.
Der Mann und ich wohnen zurzeit in einer kleinen Holzhuette und nehmen uns eine Auszeit von der Auszeit. Wir ruhen uns aus vom Staedtebesichtigen, Autofahren, davon, nach annehmbaren Unterkuenften und Lebensmittelgeschaeften, sicheren Parkplaetzen oder versteckten Tourismusinformationen zu suchen, davon, aktuelle Stadt- und Strassenkarten aufzutreiben, uns vom gemeinen rumaenischen Autofahrstil aus der Ruhe bringen zu lassen. Wir ruhen aus, um die in all den inzwischen gereisten Tagen hereingebrochene Reizueberflutung irgendwie verarbeiten zu koennen. Auf dem kleinen Zeltplatz finden sich abends auf ein paar Holzbaenken einige Deutsche und deutschsprachige Rumaenen ein und tauschen sich ueber die Schoenheit, die Natuerlichkeit und ueber den allgemeinen Wahnsinn dieses Landes aus, und es tut gut, nach sovielen Wochen gelebter Zweisamkeit wieder mal mit anderen Menschen deutsch zu sprechen.
Wir holen kurz Luft und dann geht es weiter an die Schwarzmeerkueste Richtung Bulgarien, Istanbul, Serbien, womoeglich Albanien (wenn der Kerl mich noch dazu ueberreden kann) und schliesslich Montenegro, Kroatien.
Wir vermissen Euch!
Der Mann und ich wohnen zurzeit in einer kleinen Holzhuette und nehmen uns eine Auszeit von der Auszeit. Wir ruhen uns aus vom Staedtebesichtigen, Autofahren, davon, nach annehmbaren Unterkuenften und Lebensmittelgeschaeften, sicheren Parkplaetzen oder versteckten Tourismusinformationen zu suchen, davon, aktuelle Stadt- und Strassenkarten aufzutreiben, uns vom gemeinen rumaenischen Autofahrstil aus der Ruhe bringen zu lassen. Wir ruhen aus, um die in all den inzwischen gereisten Tagen hereingebrochene Reizueberflutung irgendwie verarbeiten zu koennen. Auf dem kleinen Zeltplatz finden sich abends auf ein paar Holzbaenken einige Deutsche und deutschsprachige Rumaenen ein und tauschen sich ueber die Schoenheit, die Natuerlichkeit und ueber den allgemeinen Wahnsinn dieses Landes aus, und es tut gut, nach sovielen Wochen gelebter Zweisamkeit wieder mal mit anderen Menschen deutsch zu sprechen.
Wir holen kurz Luft und dann geht es weiter an die Schwarzmeerkueste Richtung Bulgarien, Istanbul, Serbien, womoeglich Albanien (wenn der Kerl mich noch dazu ueberreden kann) und schliesslich Montenegro, Kroatien.
Wir vermissen Euch!
Dienstag, Juli 7
Mittwoch, Juli 1
Freitag, Juni 26
Donnerstag, Juni 25
Ich hab ein Abschiedstrauma. Morgen arbeite ich den letzten Tag, morgen muss ich mich von geschätzt 50 Kindern verabschieden, die mich vermissen werden. Und von ca. 10 Kolleginnen, von denen 3-4 sehr okay und 2-3 sehr nicht okay waren. Bis heute abend gezögert, was Abschiedsgeschenke betrifft. Meine in diesen Dingen sehr kompetente Schwester musste mir eigenhändig die Abschiedskarten für meine Hortkinder schreiben, weil ich dazu nicht in der Lage bin. Irgendwas in mir tickt diesbezüglich nicht richtig. Ich spinne wochenlang Dinge in meinem Kopf zusammen, die einem solchen Abschied würdig wären (Fotokalender als Erinnerung, Blumen, all das) und am Ende kommt der Tag des Schreckens und ich habe NICHTS. Etwas sehr Liebes ist mir allerdings eingefallen. Alle Kinder, die eine Urlaubskarte von meiner Reise möchten, durften sich mit Adresse und Name auf eine Liste schreiben. Sogar mit Wunsch, woher. Die türkischen Kinder wünschen sich Karten aus Istanbul, die Serbischen aus Belgrad.
Im Wartezimmer eine Stunde lang versucht, mit Köhlmeiers Abendland gegen die Angst vor den durch die Gänge dröhnenden Zahnarztgeräuschen anzulesen. Sinnloses Unterfangen, fürchte mich noch genauso wie als Zehnjährige, dagegen hilft kein Erwachsensein. Siedend heiß fiel dann auch noch ein, warum ich den Zahnarzttermin vergessen musste: Eine Füllung ist fällig! und zwar seit 23.7.2008 - mein Unterbewusstsein arbeitet grandios. Bin mittlerweile in der Lage, solcherlei Dinge erfolgreich zu verdrängen. Mit dem Zahnarzt ausverhandelt, dass ich mich vielleicht für eine sündteure Goldfüllung entschiede, warte er mit der Behandlung doch nur bis Oktober, was mir den Spielraum eines ausgedehnten Mich-drauf-Einstellens einbrächte. Ich mag ihn eh, den neuen Zahnarzt, er drückt einem nichts aufs Auge, er lässt den 'Kunden' wählen: "Ist ja nicht so, dass ein Zahnarzt in Osteuropa das zur Not nicht behandeln könnte."
Wäre aber auch kein Urlaub, wenn ich mich nicht permanent vor einem bevorstehenden Zahnarzttermin fürchtete. (Die Weißheitszähne müssen auch raus.)
Wäre aber auch kein Urlaub, wenn ich mich nicht permanent vor einem bevorstehenden Zahnarzttermin fürchtete. (Die Weißheitszähne müssen auch raus.)
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