Samstag, März 28
Samstag, März 14
Der Mann ist ausgegangen.
Ich bin allein daheim und liege mit einer Flasche Biozweigelt im Bett.
Der Mann hat mir eine Chipstüte aus der Küche gebracht, bevor er gegangen ist.
Er schreibt mir belustigte SMS aus dem Palais Eschenbach, wo eine wilde Erasmusparty tobt. Mir war ja gleich klar, dass wir inzwischen zur brunchenden Generation herangewachsen waren, die sich nicht mehr mit zweiundzwanzigjährigen Holländerinnen per Jägerschnaps ins Delirium kippt. Aber der Plan vom Mann ist nun mal eine lange, ausgedehnte Balkanreise im kleinen Corsa seines Bruders. Und er kennt ja jetzt diese kroatischen Unileute, und außerdem sind wir beim Couchsurfen angemeldet, was ja übrigens morgen startet. Ausgerechnet mit Franzosen! Wo ich grad noch weiß, was Ostern auf Französisch heißt. Aber nicht wie man es genau ausspricht, nur vielleicht schreiben kann ich es.
Dabei hat alles damit begonnen, dass ich eines Tages mit dem Studium fertig war.
Und was soll man machen nach so einem Studium? Und außerdem hatte ich nie richtig eine Fremdsprache gelernt. Und nie weg gewesen war ich auch nicht, nicht wirklich.
In dieser Nacht ging es um Perspektiven. Was will ich überhaupt und wo gehe ich noch kurz hin, bevor ich 3 Kinder gebäre und ein hölzernes Haus abbezahlte, mit Katzen drumrum.
Und ihr lacht da darüber, aber für mich war das ernst.
Ich konnte davon nicht schlafen (der Mann lag babyesk neben mir).
Und irgendwann schäle ich mich aus der neuen Kamelhaardecke, damals, es war ein Jänner. Mittennachts war mir klar, dass ich weggehen muss.
Und dann wurde der Plan immer perfekter. Und jetzt kommt dann bald mal der Anfang.
Irgendwie deshalb ist der Mann jetzt im Palais Eschenbach und irgendwie deshalb habe ich heute Osternester gebastelt.
Die waren übrigens sehr hübsch. Prächtige Gockel in grünem Ostergras.
Ich bin allein daheim und liege mit einer Flasche Biozweigelt im Bett.
Der Mann hat mir eine Chipstüte aus der Küche gebracht, bevor er gegangen ist.
Er schreibt mir belustigte SMS aus dem Palais Eschenbach, wo eine wilde Erasmusparty tobt. Mir war ja gleich klar, dass wir inzwischen zur brunchenden Generation herangewachsen waren, die sich nicht mehr mit zweiundzwanzigjährigen Holländerinnen per Jägerschnaps ins Delirium kippt. Aber der Plan vom Mann ist nun mal eine lange, ausgedehnte Balkanreise im kleinen Corsa seines Bruders. Und er kennt ja jetzt diese kroatischen Unileute, und außerdem sind wir beim Couchsurfen angemeldet, was ja übrigens morgen startet. Ausgerechnet mit Franzosen! Wo ich grad noch weiß, was Ostern auf Französisch heißt. Aber nicht wie man es genau ausspricht, nur vielleicht schreiben kann ich es.
Dabei hat alles damit begonnen, dass ich eines Tages mit dem Studium fertig war.
Und was soll man machen nach so einem Studium? Und außerdem hatte ich nie richtig eine Fremdsprache gelernt. Und nie weg gewesen war ich auch nicht, nicht wirklich.
In dieser Nacht ging es um Perspektiven. Was will ich überhaupt und wo gehe ich noch kurz hin, bevor ich 3 Kinder gebäre und ein hölzernes Haus abbezahlte, mit Katzen drumrum.
Und ihr lacht da darüber, aber für mich war das ernst.
Ich konnte davon nicht schlafen (der Mann lag babyesk neben mir).
Und irgendwann schäle ich mich aus der neuen Kamelhaardecke, damals, es war ein Jänner. Mittennachts war mir klar, dass ich weggehen muss.
Und dann wurde der Plan immer perfekter. Und jetzt kommt dann bald mal der Anfang.
Irgendwie deshalb ist der Mann jetzt im Palais Eschenbach und irgendwie deshalb habe ich heute Osternester gebastelt.
Die waren übrigens sehr hübsch. Prächtige Gockel in grünem Ostergras.
Donnerstag, März 12
Dabei würde ich grad jetzt so gerne erzählen, dass es jemand gibt, den ich kenne, der jemand kennt, der weggeworfene Lebensmittel aus Supermarktmüllcountainern sammelt, nach Hause trägt und dort zu Obstsäften oder sehr brauchbaren Abendessen verarbeitet; oder dass es jemand gibt, den ich kenne der jemand kennt, der offenbar gerade sein Interesse am anderen Geschlecht wiederentdeckt und deshalb durch ständige Abwesenheit oder laute, nächtliche Telefongespräche glänzt; oder dass das Projekt Couchsurfing in einer WG, die ich kenne, die jemand kennt, gerade startet. Alles höchst aufregend, aber ich darf ja nix mehr sagen, hier!
Mittwoch, März 11
Dienstag, März 3
Das Wochenende war eine Katastrophe, mit einigen netten Einzelheiten. Entsetzt über mein Neffenkind und seine ihm zuteil werdende Erziehung, auch entsetzt über das sehr sanierungsbedürftige, zugemüllte Haus, das meine Mutter sich für kein Geld gekauft, aber für viel Geld und mit noch mehr Energie erstmal wohntauglich machen muss. Beides hat mich zu dem Entschluss gebracht, erstmal wieder für eine Weile in Wien unterzutauchen und mich nicht so schnell wieder heimwärtszubewegen. Nicht so leicht bei einer Schwester in Wien, die über einen überaus ausgeprägten Familiensinn verfügt und mich regelmäßig zwingt, heimzufahren. Ich erleide aber jedes, wirklich jedesmal einen Kulturschock und freue mich dann umso mehr über meine Wohnung und mein eigenes Leben, auch über meine eigenen Kinder und wie sie einmal erzogen sein werden.
Sag ich jetzt mal so.
Vermutlich aus Rache für meine Überheblichkeit oder einfach aufgrund des Erschrockenseins über die Lebensentwürfe anderer Menschen liege ich wieder krank im Bett, kann kaum atmen, habe Bauchschmerzen und bin wieder im Krankenstand.
Das ist ja etwas, was ich überhaupt nicht mag, weil ich weiß, dass sie mich in der Arbeit dringend brauchen (obwohl sie ja offenbar auch ganz gut ohne mich zurecht kommen, zumindest für die paar Tage, wo ich fehle). Jetzt mit schlechtem Gewissen dort angerufen und mich krank gemeldet, vom Arzt Antibiotika verschrieben bekommen, damit gekämpft, zuhause bleiben zu müssen, irgendwie resigniert, DVDs geschaut und ein bissl das gelesen.
Der Mann ist inzwischen ein Goldhäschen und macht Gemüsesuppe, Schupfnudeln und jede Menge Tee für mich.
Sag ich jetzt mal so.
Vermutlich aus Rache für meine Überheblichkeit oder einfach aufgrund des Erschrockenseins über die Lebensentwürfe anderer Menschen liege ich wieder krank im Bett, kann kaum atmen, habe Bauchschmerzen und bin wieder im Krankenstand.
Das ist ja etwas, was ich überhaupt nicht mag, weil ich weiß, dass sie mich in der Arbeit dringend brauchen (obwohl sie ja offenbar auch ganz gut ohne mich zurecht kommen, zumindest für die paar Tage, wo ich fehle). Jetzt mit schlechtem Gewissen dort angerufen und mich krank gemeldet, vom Arzt Antibiotika verschrieben bekommen, damit gekämpft, zuhause bleiben zu müssen, irgendwie resigniert, DVDs geschaut und ein bissl das gelesen.
Der Mann ist inzwischen ein Goldhäschen und macht Gemüsesuppe, Schupfnudeln und jede Menge Tee für mich.
Abonnieren
Posts (Atom)